Nagelbettentzündung: Grüne Formel für sanfte Behandlung

Schon durch leichte Verletzungen an Fingern oder Zehen können sich im Bereich des Nagels schmerzende Einrisse bilden. Wenn sich diese entzünden, kann es zu einer Infektion kommen, die den Furunkeln ähnelt: die Nagelbettentzündung (Panaritien). Häufig tritt sie in Form einer Eiterblase oder eines entzündeten Nagelwalls auf.

Hätten Sie's gewusst? Nägel sind eine Verlängerung der Haut

Die Nägel an Fingern und Zehen werden auch „Hautanhangsgebilde“ genannt, weil sie anatomisch quasi eine Verlängerung der Haut darstellen – nur eben sehr hart und fest. Nägel bestehen aus den verhornten Zellen der Oberhaut. Der Fingernagel selbst ist die sogenannte „Nagelplatte“. Diese ist fast transparent und wirkt leicht  rötlich, was durch die unter dem Nagel auf dem „Nagelbett“ liegenden kleinen Blutgefäße verursacht wird. Als „Nagelmond“ wird der weiße, halbmondförmigeTeil des Nagels bezeichnet.

Hat nichts mit Romantik zu tun: „Der Nagelmond“

Der Nagelmond erscheint im Gegensatz zum restlichen Nagel nicht rötlich, sondern weiß. Das liegt daran, dass das Nagelbett im Bereich des Nagelmondes von der „Nagelmatrix“, der eigentlichen Wachstumszone, verdeckt wird. Die „Nagelwurzel“ ist der Teil, der mit der Haut in direkter Verbindung steht. Dass Nägel wachsen , liegt daran, dass sich die oberen Zellen der „Nagelmatrix“ in den verhornten Bestandteil umwandeln. Von ungefähr 0,5 bis 1 Millimeter Nagelwachstum in der Woche kann man ausgehen.

Der „Nagelwall“ schützt vor Einrissen

Die Haut des Fingers über der Nagelplatte wird vom Nagelhäutchen abgedichtet. Der Nagel dient dem Schutz der Fingerkuppen vor Verletzungen. Eine wichtige Schutzfunkton hat auch der „Nagelwall“. Dieser Hautabschnitt  umgibt Finger- und Zehennägel seitlich und an der Wurzel, bedeckt den nicht sichtbaren Teil des Nagels, gibt ihm Halt und soll vor schmerzhaften Einrissen schützen.

Schnell passiert: Nagelbettentzündung

Sich einen schmerzhafte Nagelbettentzündung einzuhandeln kann schnell passieren Es genügen kleinste Verletzungen wie zum Beispiel ein Einriss im Nagelhäutchen, dem Nagelwall oder der darunter befindlichen Fingerhaut. Auch ein Fremdkörper wie ein Splitter kann ein Auslöser sein. Weiterhin können zu kurz geschnittene, an den Ecken eingewachsene Nägel oder zu enges Schuhwerk die Haut unterhalb und an den Rändern des Nagels verletzen. Die Wunden sind zwar nur winzig, trotzdem können sich schnell  Bakterien einnisten und in das darunter liegende Gewebe vordringen. Auslöser für Nagelbettentzündungen sind meistens Staphylokokken.

Nagelbettentzündungen können (bis) auf die Knochen gehen

Nagelbettentzündungen werden von Bakterien ausgelöst und gelten deshalb als bakterielle Hautinfektion. Finger- und Zehennägel können betroffen sein. Die Erkrankung gilt als eine der häufigsten Infektionen des Fingers und wird wissenschaftlich als Panaritium bezeichnet. Ist es zu einer Entzündung gekommen, kann sich diese rasch auf das Nagelbett ausweiten.

Rot: Erstes Alarmzeichen

Erstes Anzeichen für eine Nagelbettentzündung ist oft eine rötliche Färbung der Haut, die direkt an den Nagel anschließt. Dann kommt es zu einer Schwellung, welche starke Schmerzen erzeugt, und die betroffenen Hautareale werden heiß. Eiter kann aus den Nagelecken austreten und es kommt zu einem Juckreiz der Haut. Erfolgt nicht rechtzeitig eine angemessene Behandlung kann es zu Wachstumsstörungen des Nagels kommen. Im schlimmsten Fall wird der Nagel komplett abgestoßen. Die Entzündung kann sich weiter auf die Umgebung ausdehnen, tiefer eindringen und sogar die Knochen erreichen und schädigen. Man unterscheidet akute und chronische Nagelbettentzündungen. Diabetikern leiden zum Beispiel häufig an der chronischen Form an den Füßen. Zur Risikogruppe zählen aber auch Frauen oder Männer, die im Haushalt arbeiten, weil sie viel mit scharfen Reinigungsmitteln zu tun haben. Außerdem quillt durch häufigen Kontakt mit Wasser die Haut der „Haushaltshände“ regelrecht auf und erhöht so die Gefahr, dass Bakterien eindringen können.

Nur rechtzeitiges Erkennen und (Be)handeln erspart den Chirurgen

Nicht nur wegen der möglichen Ausbreitung auf die Knochen, sondern auch ganz für sich genommen muss eine Nagelbettentzündung ernst genommen werden. Vor allem: Zwischen Diagnose und Therapie darf nicht zu viel Zeit verstreichen. Ansonsten muss man meistens mit therapeutischen "Hämmern", sprich Antibiotika, zu Werke gehen, weil die Entzündung bereits um sich greift. Bessert sich die eitrige Entzündung trotzdem nicht, ist ein Röntgenbild notwendig, um zu sehen, wie weit die Infektion in angrenzende Gewebe oder sogar in Knochen vorgedrungen ist. Im schlechtesten Fall muss die Eiterhöhle chirurgisch mit dem Skalpell eröffnet werden. Danach werden Hand oder Fuß meistens mit einer Gipsschiene ruhig gestellt und die Wunde täglich vom Arzt gereinigt und verbunden. Zusätzlich wird man oft auch noch eine Zeitlang immobil, weil bis zum Abklingen der Infektion eine Hochlagerung empfohlen wird. Sind Gliedmaßen betroffen, drohen auch noch vorbeugende Maßnahmen gegen eine tiefe Beinvenenthrombose. Rechtzeitiges Handeln kann das Risiko für all diese unangenehmen Folgeerscheinungen einer eitrigen Entzündung deutlich verringern.

Grüne Zugsalbe: Formel für eine sanfte aber gründliche Eiterentfernung in Eigenbehandlung

Früh genug erkannt, kann man eine Nagelbettentzündung noch wirkungsvoll selber behandeln. Warnende erste Signale sind ein leichter Druck und der beginnende Schmerz an den entzündeten Stellen. Eine Rötung und eine Erwärmung sind weitere Hinweise. Empfehlenswert sind dann warme Fuß- oder Handbäder mehrmals am Tag, um die Hornschicht aufzulösen und den Eiter leichter abfließen zu lassen. Seife, Salz oder Kamille als Badezusätze hemmen die Entzündung. Nachdem Nagelhaut und Nagel vorsichtig trocken getupft wurden, sollte unbedingt ein bewährtes pflanzlich-medizinisches Arzneimittel aufgetragen werden.Ein natürlicher Wirkstoffkomplex aus Lärchenterpentin und ätherischen Ölen wie er in einer grünen Zugsalbe (ilon Abszess-Salbe aus der Apotheke) enthalten ist, empfiehlt sich dringend für dieses Stadium der Entzündung. Die Salbe kann nämlich dazu beitragen, dass sich die Entzündung nicht ausbreitet. Die grüne Zugsalbe kann selber aufgetragen werden, ist gut verträglich und sanft in der Wirkung auf die Haut. Eine spürbare Linderung der Schmerzen setzt schnell ein und die heilung wird beschleunigt. Aufgrund der Transparenz der Salbe, kann man den Heilungsverlauf optisch selber kontrollieren. Ärgerliche bleibende Flecken kommen nicht zustande und der Geruch ist sehr angenehm wegen der ätherischen Öle. Bei einer Nagelbettentzündung nbedingt vermeiden: Kontakt mit reizenden Reinigungsmitteln!

Nagelbettentzündungen rechtzeitig vorbeugen

  • Hände beim Spülen, bei der Gartenarbeit, Autowaschen etc. durch Handschuhe schützen.
  • Vorsicht bei der Maniküre und das Nagelhäutchen nicht entfernen
  • Auf Nagellack verzichten
  • Zu enges Schuhwerk meiden
  • Holzsplitter und Spreißel nur mit sterilen Nadeln/Pinzetten auslösen
  • Nagelbettentzündungen frühzeitig selber behandeln:
  • Entzündete Stelle nicht belasten 
(enge Schuhe, PC-Arbeit, Gärtnern etc.)
  • 3 x täglich warmes Bad mit Kamille, Seife oder Salz
  • Grüne Zugsalbe zur Ausheilung der Entzündung auftragen


Tipp mit Fingerspitzengefühl:

Um die Ausweitung einer Nagelbettentzündung zu verhindern, betroffene Stelle mit der jahrzehntelang bewährten, medizinischen pflanzlichen grünen Zugsalbe behandeln.
Lärchenterpentin mit ätherischen Ölen sorgt für ein schnelles Abklingen der Entzündung und nimmt den Druck.

 

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